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EIN FLOP, DER ZUM HIT WURDE


„So wird nichts aus dir. Besser wäre es, wenn du zum Zirkus gehen würdest“, riet der Trainer seinem experimentierfreudigen Hochsprungschüler Richard Fosbury, als dieser sich anschickte, die Latte rücklings mit dem Kopf voran zu überqueren. Ärzte vertraten die Auffassung, dass man sich bei seinem Sprungstil das Genick breche. Dick Fosbury scherte sich nicht darum: Der Revolutionär sprang rückwärts und wurde 1968 in Mexiko Olympiasieger. Der Fosbury-Flop war nicht mehr aufzuhalten und für die Konkurrenz begann das grosse Umlernen. Dieses Beispiel einer unkonventionellen Tätigkeit wiederspiegelt sich auch bei Lösungswegen von Rechenaufgaben. „Wer nichts wagt, gewinnt auch nichts“. 

DIE EIGENEN DENKWEISEN DER KINDER UND JUGENDLICHEN
Mit viel Fantasie entwickeln sie Methoden und Strategien beim Zählen und Ausrechnen. Sie kommen oft auf unerwartete Ideen und geschickte Lösungen. Sie sind kreativ und denken anders als Erwachsene. Ein Beispiel: Während  eines Workshops für Primarschulkinder zum Thema über grosse Zahlen, fragten mich zwei aufgeweckte Mädchen, ob ich etwas weiss, wie sie ihrem Lehrer eine grosse Zahlen-Frage stellen könnten ohne dass er sie zu beantworten weiss. Auf meine ahnungslose Reaktion hin verliessen sie das Klassenzimmer, kamen aber spontan wieder zurück mit einer schalkhaften Selbstsicherheit. „Wir wissen, was wir ihn fragen: Wie viele Nullen hat MEGAGIGACOOL?“. Ich begann zu kombinieren, MEGA = 6 + GIGA = 9 und sagte 15. Beide kicherten und klärten mich auf. Nein, es sind 17 Nullen. COOL hat auch noch 2 Nullen.

 
 
 
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